Internationales

Belgien

Belgien verlängert Laufzeiten für Atomkraftwerke

13. Okt. 2009. Die belgische Regierung hat beschlossen, längere Laufzeiten für ältere Kernkraftwerke zu erlauben. Die drei ältesten Atomreaktoren Doel 1, Doel 2 und Tihange 1 sollen erst ab dem Jahr 2025 vom Netz gehen … mehr

EU 

EU-Parlament für Atomkraft

02/2009. Für die Kernenergienutzung hat sich unlängst das Europäische Parlament ausgesprochen. Die EU-Kommission wurde aufgefordert, einen konkreten Zeitplan für Investitionen in die Kernkraft aufzustellen sowie eine neue und vor allem vorurteilsfreie Debatte über die Nutzung dieser Energiequelle in ganz Europa anzustoßen. Um baldige Investitionsentscheidungen zu ermöglichen, müssten unverzüglich einheitlich rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Kommission ihrerseits hatte sich bereits vorher schon mehrfach dahingehend geäußert, dass die Atomkraft ideal dazu geeignet ist, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und den Klimawandel weltweit einzudämmen.

Großbritannien

E.ON und RWE starten ihr Kernkraft-Joint-Venture in Großbritannien

05.11.2009 RWE und E.ON starten ihr Gemeinschaftsunternehmen zum Bau neuer Kernkraftwerke in Großbritannien. Es wird am 16. November 2009 unter dem Namen „Horizon Nuclear Power” die operative Arbeit aufnehmen. …mehr

Großbritannien

Neue Kernkraftwerke in Großbritannien

Januar 2009. Die britische Labour-Regierung hat seit 2004 mit der Rückbesinnung auf die Kernenergie eine bemerkenswerte Wende in ihrer Energiepolitik vollzogen. Im Interesse einer gesicherten, bezahlbaren Stromversorgung sowie der Erreichung ehrgeiziger Klimaschutzziele strebt sie nicht nur den Ersatz stillgelegter und stillzulegender Kernkraftwerke an, sondern hält eine Ausweitung des Beitrags der Kernenergie für notwendig. Staatliche Investitionsprogramme gibt es aber nicht. Bau und Betrieb neuer Kernkraftwerke sind Sache privater Investoren des In- und Auslands. Industrie, Gewerkschaften und öffentliche Meinung unterstützen diesen neuen Kurs. Details (pdf, 92 kB)

Italien

Energiekonzerne bauen neue Kernkraftwerke in Italien

25.02.2009. Die Energiekonzerne Enel (Italien) und EdF (Frankreich) wollen zusammen bis 2020 vier neue Kernkraftwerke in Italien bauen. Damit wäre ein radikaler Kurswechsel in der Energiepolitik dieses Landes vollzogen. Italien hatte nach dem Tschernobyl-Reaktorunfall in der damaligen Sowjetunion nicht nur alle Bauvorhaben an neuen Reaktoren gestoppt, sondern auch alle seine damals in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke dauerhaft abgeschaltet. Dieser Schritt stieß schon seinerzeit in der Fachwelt auf Unverständnis, zumal die dortigen Reaktoren nichts mit Tschernobyl gemein hatten und haben. Nachdem Enel mittlerweile im Ausland, d.h. in Spanien und der Slovakei, in Summe schon 11 Reaktoren betreibt, war die neue Entscheidung für das Mutterland überfällig und kann nur als Sieg der Vernunft bezeichnet werden.
 
10.07.2009. Nach der Abgeordnetenkammer hat am 9. Juli 09 auch der Senat dem Neubau von Kernkraftwerken zugestimmt. Somit dürfte bald die italienische Regierung den Standort für den ersten neuen Reaktor bestimmen und auch die Entsorgung der radioaktiven Reststoffe neu regeln.

Polen

Polen: 3 AKW bis 2030

"Jetzt steht also der Zeitplan: Polen will 2016 mit dem Bau des ersten Atomkraftwerks beginnen. Vier Jahre später sollen die Reaktoren Strom liefern. Das zweite Akw soll bereits ein bis zwei Jahre später ans Netz und ein dritter Meiler wird nach den Vorstellungen der polnischen Regierung 2030 in Betrieb genommen." [Tagesspiegel 25. Aug. 2009] … mehr (Link zum Tagesspiegel)

Schweden

Wende in Schweden

5. Februar 2009. Die schwedische Regierung hat das vor 30 Jahren erlassene Verbot des Baus neuer Reaktoren aufgehoben. Neue Reaktoren dürfen nunmehr alte ersetzen. Entwicklung und Bau ist alleinige Sache der Industrie. Der Anteil des Atomstroms liegt derzeit bei enormen 50 %. Im Rahmen der neuen Energiepolitik des Landes wird auf Kernenergie und die Erneuerbaren Energien gesetzt. Die Entwicklung in Schweden ist insofern bemerkenswert, als der dortige damalige Atomausstieg bereits weiter zurückliegt als jener in Deutschland. Der Regierungsbeschluss kann somit als Erkenntnisgewinn bzw. als Vorwegnahme der Entwicklung für andere Länder mit jüngeren Ausstiegsbeschlüssen interpretiert werden.

USA

Laufzeitverlängerung für die Hälfte der US-amerikanischen Reaktoren genehmigt

Mai 2009. Der Siedewasserreaktor Oyster Creek (Inbetriebnahme 1969, 625 MW) hat die Lizenz für insgesamt 60 Jahre Betriebszeit bis zum Jahr 2029 erhalten. Damit haben 52 der 104 Kernreaktoren in den USA eine genehmigte Betriebszeit von 60 Jahren erhalten.

Im April '09 hatte die amerikanische Aufsichts- und Genehmigungsbehörde Nuclear Regularity Commission (NRC) weitere 20 Betriebsjahre für das KKW Shearon-Harris I in North Carolina bis 2046 (900 MW-Druckwasserreaktor, Inbetriebnahme 1987) erteilt. Zum Vergleich der Druckwasserreaktor Biblis A mit 1.167 MW soll nach dem Atomkonsens aus dem Jahr 2001 bereits nach 32 Jahren abgeschaltet werden.

 
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